Zügige Umsetzung der Maßnahme L361n – Autobahnanschluss Frechen Königsdorf zur Entlastung der Anschlussstelle Kerpen

Zügige Umsetzung der Maßnahme L361n – Autobahnanschluss Frechen Königsdorf zur Entlastung der Anschlussstelle Kerpen

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die Maßnahme L361n (Autobahnanschluss Frechen Königsdorf) wurde bereits 2011 planfestgestellt und befindet sich seit vielen Jahren im Bau. Ursprünglich war eine Fertigstellung in den frühen 2020er Jahren vorgesehen; inzwischen wird ein Abschluss erst Anfang 2028 erwartet.

Die Baumaßnahme ist für die Kolpingstadt Kerpen und die Stadt Bergheim von erheblicher verkehrlicher Bedeutung: Sie soll die Ortsdurchfahrt Königsdorf entlasten, die Anbindung an Köln verbessern und insbesondere die überlastete Anschlussstelle Kerpen an der BAB 4 spürbar entlasten.

Nach aktuellen Stellungnahmen der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) sowie der Biologischen Station Bonn/Rhein Erft bestehen keine naturschutzrechtlichen Hindernisse mehr, die eine weitere Verzögerung rechtfertigen würden. Die Situation der Mauereidechsen wird als stabil und positiv bewertet.

Trotz der öffentlichen Berichterstattung letztmalig Anfang Dezember 2025 ist an der Baustelle nach nun weiteren 50 Tagen kein erkennbarer Fortschritt festzustellen. Dies verstärkt in der Bevölkerung den Eindruck einer „dauerhaften Bauruine“ und gefährdet die Akzeptanz dringend benötigter Infrastrukturmaßnahmen.

Die Kolpingstadt Kerpen hat ein erhebliches Interesse daran, dass die Maßnahme zügig abgeschlossen wird, um die verkehrliche Entlastung und die städtebaulichen Vorteile zeitnah zu realisieren.

Ich beantrage daher Folgendes:

Nachdruck auf zügige Umsetzung

    Die Verwaltung wird beauftragt, gegenüber dem Landesbetrieb Straßenbau NRW (Regionalniederlassung Ville Eifel) mit Nachdruck auf eine beschleunigte Umsetzung der Maßnahme L361n hinzuwirken.

    Gespräche mit allen zuständigen Stellen

    Die Verwaltung wird gebeten, zeitnah Gespräche mit Straßen-NRW, der Bezirksregierung Köln und den beteiligten Fachbehörden zu führen und die Position der Kolpingstadt Kerpen klar zu vertreten.

    Hinweis auf fehlende naturschutzrechtliche Hindernisse

    In den Gesprächen ist ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass aus Sicht der Kolpingstadt  Kerpen keine naturschutzrechtlichen Gründe mehr bestehen, die eine weitere Verzögerung rechtfertigen.

    Regelmäßige Berichterstattung

    Die Verwaltung wird beauftragt, den Stadtrat regelmäßig über den Fortgang der Maßnahme und die Ergebnisse der Gespräche zu informieren.

    Mit freundlichen Grüßen

    Branko Appelmann
    Stadtverordneter